Kaufnebenkosten im Kanton Graubünden

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Überblick

Graubünden dreht die übliche Ordnung um: Der Kanton erhebt keine Handänderungssteuer, doch die Gemeinden dürfen eine einführen — per formellem Gemeindegesetz und nur bis zu dem Maximum, das das kantonale Recht setzt. Von steuerfreien Gemeinden bis zum Höchstsatz ist darum alles möglich; unsere Tabelle weist die Spanne als kommunal aus und verlinkt die offizielle Übersicht der Steuerverwaltung. Eine zweite Eigenheit steckt im freien Notariat: Das Errichten der Urkunde wird nach der Gebührenverordnung zusätzlich zum Beurkunden tarifiert, sodass der Ansatz im Normalfall doppelt anfällt — die Mehrwertsteuer kommt offen ausgewiesen obendrauf.

Die Tabelle führt alle vier Kostenblöcke mit Tarifart, Zahlungspflicht, Quelle und Prüfdatum auf; die Bandbreite für den eigenen Kauf zeigt der Rechner. Andere Modelle stellt die Kantonsübersicht daneben, das Prinzip erklärt der Ratgeber zur Handänderungssteuer.

Die vier Kostenblöcke

KostenblockTarifWer zahlt
HandänderungssteuerSatzspanne Quelle: www.gr-lex.gr.ch · Geprüft: Käufer
Notariatsgebührenmehrere Gebühren (zzgl. MWST) Quelle: www.gr-lex.gr.ch · Geprüft: Käufer
Grundbuchgebührenfester Satz Quelle: www.gr-lex.gr.ch · Geprüft: Käufer
Schuldbriefmehrere Gebühren (zzgl. MWST) Quelle: www.gr-lex.gr.ch · Geprüft: Käufer
Die Gemeindesteuer ist bereits in der Satzspanne enthalten — den Satz bestimmt die Gemeinde. Offizielle Liste der Gemeindesätze

Häufige Fragen

Erhebt der Kanton Graubünden eine Handänderungssteuer?

Nein. Der Kanton selbst kennt keine solche Steuer — die Gemeinden dürfen sie in einem formellen Gesetz einführen, bis zu einem kantonal fixierten Maximum. Ob und wie viel, entscheidet jede Gemeinde selbst.

Wie finde ich heraus, was meine Gemeinde verlangt?

Über die offizielle Übersicht der kantonalen Steuerverwaltung, die in unserer Tabelle verlinkt ist — oder direkt bei der Gemeindekanzlei. Ohne Gemeindegesetz fällt keine Steuer an.

Warum erscheint das Bündner Notariat vergleichsweise teuer?

Weil das Errichten der Urkunde nach der Gebührenverordnung nochmals gleich tarifiert wird wie das Beurkunden — im Ergebnis fällt der Ansatz doppelt an, zuzüglich Mehrwertsteuer.

Im Rechner durchrechnen

Hinweis

Keine Rechts- oder Steuerberatung. Alle Angaben werden gegen offizielle kantonale Quellen geprüft und datiert; massgeblich sind die Behörden und das Notariat.

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